Hautpflege im Säuglingsalter

Die Haut von Säuglingen braucht meist nur wenig Pflege und keine Cremes. Hier erfahren Sie, wie die Haut von Babys gesund bleibt und welche Pflege sinnvoll ist.
Nachdem das ungeborene Kind monatelang im Fruchtwasser schwimmen durfte, muss sich die Haut nach der Geburt an ein „Leben an Land“ – also in trockener Umgebung gewöhnen. Das ist eine große Veränderung und die Haut des Säuglings kann dabei noch nicht alle Aufgaben von Anfang an perfekt bewältigen.
Trotzdem benötigt die Haut des Neugeborenen und des jungen Säuglings außer Wasser nur wenig Pflege und bei gesunder Haut gilt: je weniger, desto besser.

Das Wichtigste in Kürze

  • Säuglingshaut ist oft trocken, weil die Talgdrüsen noch nicht voll ausgebildet sind.
  • In den ersten Lebenswochen ist es normal, dass sich die Haut schält und sehr trocken erscheint. Die trockenen Schuppen sollten täglich mit einem weichen Waschlappen und warmem Wasser abgewaschen oder gebadet werden und danach sollte die Haut mit einer Lotion oder Körpercreme für Säuglinge gepflegt werden. Das beugt auch Entzündungen in den Hautfalten vor.
  • Alles, was den fettigen Schutzfilm der Haut stört sollte vermieden werden. Zum Bespiel regelmäßiges Waschen mit Seife oder Shampoo oder sehr langes Baden. Zum Baden bzw. danach sollte ein Bade- oder Pflegeöl verwendet werden. Milde Seife oder Shampoo sollten nur verwendet werden, wenn sie wegen Verschmutzung notwendig sind.
  • Auch Waschmittelrückstände in der Kleidung können die Haut reizen.
  • Wenn Säuglinge sehr trockene Haut haben können sie auch Juckreiz entwickeln. Dann sollte eine regelmäßige feucht-fettige Hautpflege begonnen werden. Trockene Haut benötigt Feuchtigkeit, daher sind reine Öle weniger günstig als die Kombination aus Wasser und Fett in Cremes oder Lotionen.

Fakten

  • In den ersten Wochen ist die Haut eines Neugeborenen meist sehr trocken und schuppt sich sichtbar.

    Fast alle Babys bekommen in dieser Zeit auch einen Ausschlag, der als Babyakne bezeichnet wird, weil er an die Akne von Jugendlichen erinnert. Er breitet sich oft auch über den Stamm und manchmal den ganzen Körper aus. Er hat aber keinerlei Krankheitswert, verursacht keinen Juckreiz und verschwindet in wenigen Wochen von selbst.

  • Wenn die Haut jenseits der Neugeborenen-Zeit also nach dem ersten Lebensmonat sehr trocken ist, sollte eine feucht-fettige Hautpflege begonnen werden,- bei Bedarf auch mehrmals täglich.

  • Ab dem dritten Lebensmonat benötig die Babyhaut meist keine rückfettende Unterstützung mehr.

  • Im Winter ist die Haut grundsätzlich etwas weniger fettig.

  • Kopfgneis tritt oft erstmals nach 1-2 Monaten auf und besteht aus Talgresten und Hautschuppen.

    Er ist harmlos und verursacht keinen Juckreiz. Im Gegensatz dazu wird ein Milchschorf von deutlichem Juckreiz begleitet und die Haut darunter ist meist sehr trocken und entzündlich gereizt. In diesem Fall sollte eine Behandlung erfolgen. Ein Milchschof kann das erste Anzeichen für ein atopisches Ekzem (Neurodermitis) sein.

  • Wenn die Haut trocken ist, können sich herdförmige trocken-schuppige und juckende Ekzeme entwickeln.

    Auch dies kann auf eine Neurodermitis hinweisen und sollte behandelt werden.

Mythen

  • Säuglinge dürfen nur einmal pro Woche gebadet werden.

    Diese Vorstellung ist veraltet ! Wichtig ist aber, dass nicht zu oft mit Seifen gebadet wird. Regelmäßig sollte beim oder direkt nach dem Bad die Haut mit Badeöl oder Pflegeöl rückgefettet werden.

Das ist gut für Ihr Kind

  • Bei trockener Haut hilft eine regelmäßige feucht-fettige Hautpflege mit einer Lotion oder einer Creme. Je trockener die Haut, desto häufiger sollte dies angewendet werden.
  • Wenn die Haut sichtbar entzündet ist und Juckreiz hinzukommt sollte eventuell eine entzündungshemmende Behandlung begonnen werden.

Das ist schädlich für Ihr Kind

  • Vermeiden sie die Anwendung von reinem Öl,- dies liefert keine Feuchtigkeit und kann sogar dazu führen, dass der Haut fettlösliche Bestandteile entzogen werden.

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Wieviel Hautpflege brauchen Neugeborene?
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