Das richtige Nahrungsangebot für Kleinkinder ist vielfältig und abwechslungsreich und überwiegend pflanzenbasiert.
Gesundes Essen liefert nicht nur Energie und Nährstoffe, es soll auch Freude machen. Die gemeinsame Zubereitung von Mahlzeiten stärkt unsere Verbindung und gibt den Kindern ein Gefühl von Zugehörigkeit und Familie.
Nicht ohne Grund erinnern wir uns gerne an bestimmte Lieblingsgerichte aus unserer Kindheit.
Das Wichtigste in Kürze
Kinder müssen das Essen lernen – am besten bei gemeinsamen Mahlzeiten.
Der Tagesablauf sollte nicht nur regelmäßige Mahlzeiten, sondern auch Zeiten ohne die ständige Verfügbarkeit von Nahrung bieten. Zum Beispiel 3 Hauptmahlzeiten und 2 kleine Zwischenmahlzeiten. Wir sollten die Kinder dabei unterstützen das Gefühl von Hunger und Sättigung wahrzunehmen und zu beachten.
Wir Eltern entscheiden was auf den Tisch kommt und wir sind dafür verantwortlich, dass das Angebot ausgewogen und möglichst abwechslungsreich ist. Süßigkeiten sollten etwas Besonderes sein und nur in Maßen gegessen werden.
Nahrung sollte weder als Belohnung noch als Bestrafung eingesetzt werden.
Gesunde Kinder hungern nicht freiwillig und wir dürfen darauf vertrauen, dass sie sich bei den Mahlzeiten das holen, was sie brauchen. Wenn ein Kind mal eine Mahlzeit nicht annehmen möchte, sollten wir nicht sofort Ersatz anbieten.
Von einer veganen Ernährung wird im Kindes- und Jugendalter abgeraten, weil sie nicht alle Bedürfnisse für eine normale körperliche Entwicklung decken kann. Auf jeden Fall sollte eine Diät, die die Nahrungsvielfalt deutlich einschränkt (auch eine strikt vegetarische Ernährung) professionell begleitet werden, um Mangelzustände zu vermeiden.
Beim Verdacht auf Nahrungsunverträglichkeiten sollten diese ärztlich überprüft werden, um unnötige Auslassdiäten zu vermeiden.
Fakten
Je abwechslungsreicher unsere Ernährung ist, desto besser. Nur bei sehr einseitiger oder eingeschränkter Ernährung müssen wir uns Gedanken über mögliche Mangelzustände machen.
Eine normale abwechslungsreiche Ernährung liefert uns alle Nährstoffe und Vitamine, die wir benötigen. In aller Regel benötigen wir also keine Nahrungsergänzungsmittel oder zusätzliche Vitamine.
Mythen
Die neuen Medien bringen ständig neue Empfehlungen zu bestimmten Ernährungsformen oder zu Nahrungsergänzungsmitteln hervor. Mit diesen Empfehlungen sollte man sehr vorsichtig sein, da sie teilweise sogar negative Effekte haben können.
Das ist gut für Ihr Kind
Nehmen sie sich Zeit für gemeinsame Mahlzeiten. Schon die gemeinsame Zubereitung kann viel Freude machen.
Je abwechslungsreicher wir uns ernähren, desto besser!
Das ist schädlich für Ihr Kind
Ablenkungen durch Bildschirmmedien sollte unbedingt vermieden werden. – Volle Konzentration auf die Mahlzeit und auf alle anderen am Tisch.
Eine ständige Verfügbarkeit von Nahrung ist eine Versuchung. Pausen sind wichtig.
Bieten sie keine gesüßten Getränke an. Diese sollten die absolute Ausnahme sein. Das gilt auch für kalorienarme gesüßte Getränke. Wasser ist immer das beste Getränk.
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Essen ist so viel mehr als nur Nahrung- gemeinsames Essen verbindet, stiftet Identität, fördert soziale Interaktion, heilt Wunden und sollte viel Freude machen.
Über das Thema Ernährung findet man gute Informationen und viele praktische Tipps im Internet – zum Beispiel auch welche Regeln zu Süßigkeiten man einhalten sollte und wie man dazu Absprachen mit dem Kind treffen kann.
Daher möchten wir ihnen den hier unten aufgeführten Link sehr ans Herz legen.