Kommunikation und Medien im Säuglingsalter

Die digitalen Medien entwickeln sich rasant und verändern unser Leben. Daher müssen wir alle über unseren Umgang mit Handy & Co nachzudenken! Für unsere Kinder ist die Kommunikation und eine gesunde Bindung genauso wichtig wie beispielsweise auch eine gesunde Ernährung –Smartphones können dabei ein extremer Störfaktor sein!
Kinder lernen an unserem Beispiel – wenn wir ihnen vorleben, dass wir uns leicht durch unser Telefon ablenken lassen und oder ständig Medien konsumieren werden sie dieses Muster übernehmen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Säuglinge freuen sich über jeden Blickkontakt und nehmen schon sehr früh auch unsere Mimik war.
  • Jedes Lächeln das wir austauschen gibt den Kindern Bestätigung und verstärkt die Bindung.
  • Verbringen sie die Zeit mit ihrem Baby möglichst bewusst. Es profitiert davon, wenn sie es aufmerksam wahrnehmen und möglichst viel mit ihm sprechen, singen, lachen… Handys und Bildschirme sind dabei extreme Störfaktoren!
  • Bildschirme und digitale Medien sind absolut nichts für Säuglinge und auch für Kleinkinder sind sie nicht zu empfehlen. (siehe unten: Kampagne „Bildschirmfrei bis drei“)

Fakten

  • Bildschirmmedien sind für Kleinkinder eine Überforderung und sie können damit anfangs meist kaum etwas anfangen.
  • Schon Säuglinge nehmen unseren Umgang mit Medien war und lernen sie sozusagen indirekt kennen. Wenn wir den Medien viel Aufmerksamkeit schenken, bekommen sie auch bei den Kindern einen hohen Stellenwert.
  • Eine ständige „Berieselung“ durch Fernsehen „im Hintergrund“ verursacht Stress und ist eine Ablenkung von altersgerechten Beschäftigungen.
  • Übermäßiger Medienkonsum kann zu erheblichen Entwicklungsstörungen beitragen. Fachleute sprechen von einem sogenannten „digitalen Autismus“. Zudem ist er ein Risikofaktor für die Entwicklung von Übergewicht und Fettleibigkeit.

Mythen

  • „Sogenannte Kindersendungen sind extra dafür gemacht, dass Kinder daran etwas lernen und Spaß haben“. – Das trifft für die ganz überwiegende Mehrzahl solcher Sendungen leider nicht  zu! Sie erziehen die Kinder eher dazu passive Konsumenten zu sein und hält sie davon ab ihre eigene Fantasie und Kreativität zu entdecken!
  • „Kindern sollte schon früh ein verantwortungsvoller Umgang mit Medien beigebracht werden.“ – Es wäre grundsätzlich natürlich schön, wenn das ginge. Aber im Kleinkindalter gibt es keine „gute“ Bildschirmnutzung. Etwas überspitzt könnte man sagen das wäre so, als ob wir einem Kleinkind beibringen wollten „vernünftig“ mit Alkohol oder Zigaretten umzugehen.

Das ist gut für Ihr Kind

  • Lassen sie sich selber so wenig wie möglich von Medien ablenken – versuchen sie im Kontakt mit ihrem Kind präsent und zuverlässig zu sein. Davon wird nicht nur ihr Kind sehr profitieren!
  • Nehmen sie sich Auszeiten für ihre digitale Kommunikation, soziale Medien & Co. Überlegen sie genau welche Medien ihnen gut tun und förderlich für ihr Lebensglück sind und welche nicht. Letztere gehören abgeschafft!
  • Befolgen Sie möglichst den Ratschlag: „Bildschirmfrei bis 3“ und planen sie möglichst viele Aktivitäten ohne Medien.

Das ist schädlich für Ihr Kind

  • Vermeiden sie es Medien als Ablenkung oder zur Beruhigung anzubieten.

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Weitere Informationen

Es ist wichtig, dass schon Säuglinge und Kinder ihre Eltern als verlässliche Gesprächspartner erleben. Das bedeutet, dass wir unseren Kindern im Dialog möglichst unsere volle Aufmerksamkeit schenken sollten und angemessene Gefühle zeigen, die die Kinder auch erkennen und verstehen können. Das fördert ihr Vertrauen und die Selbstsicherheit.
Deswegen: Nutzen sie ihr Handy möglichst nur wenn das Baby nicht dabei ist oder wenn es schläft. Nehmen sie sich hierfür Auszeiten!
Kampagne "Bildschirmfrei bis Drei"
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