Schon im Mutterleib nehmen Kinder erste Geschmäcker war und auch über die Muttermilch gelangen Geschmacksstoffe aus der mütterlichen Ernährung beim Kind.
Aber spätestens ab der Beikost gilt für unsere Ernährung ganz grundsätzlich: je vielfältiger, desto besser. So sollte versucht werden früh verschiedene Nahrungsmittel anzubieten und neben dem Einführen von Fleisch auch regelmäßig Fisch zu füttern.
Anfangs wird eine Breimahlzeit täglich angeboten.
Beginn mit Gemüsebrei (meist Karotte, später Karotte-Kartoffel, Kürbis, Pastinake, etc.). Wenn sich das Kind an den ersten Gemüsebrei gewöhnt hat, kann dieser ergänzt werden zu einem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei und wenn es mit dieser ersten Breimahlzeit gut klappt, kann nach etwa 4 Wochen eine zweite Breimalzeit täglich eingeführt werden.
Wenn man die Beikost ausschließlich selber kocht, sollte zusätzlich Jod gegeben werden (50µg tgl.).
In fertiger Säuglingsnahrung sind notwendige Vitamine und Spurenelemente ergänzt.
Manche Kinder haben anfangs mit neuen Geschmacksrichtungen Probleme – hier hilft es vor allem gelassen zu bleiben und die einmal abgelehnten Dinge trotzdem immer mal wieder anzubieten – oft kommen die Kinder erst nach mehrfachem Probieren auf den Geschmack.
Und wenn manches trotzdem abgelehnt wird, ist das in aller Regel auch kein Problem.
„Sogenannte „Quetschies“
(Obst-Pürrees aus dem Folien-Quetschbeutel) sind eine gesunde Zwischenmahlzeit! „- Leider falsch! Da in aller Regel viel zu viel Zucker enthalten ist gehören sie in die Rubrik Süßigkeiten und sind möglichst zu meiden. Es ist deutlich besser als Zwischenmahlzeit normales Obst anzubieten
„Ab und zu etwas Süßes hat uns auch nicht geschadet“
Dieser Satz ist nicht grundsätzlich falsch – aber es kommt eben sehr auf die Menge und die Häufigkeit an! Denn aus „ab und zu“ wird meist ganz schnell „jeden Tag“ und aus „etwas Süßes“ wird schnell auch „eine halbe Tüte Gummibärchen“. Grundsätzlich gilt: je früher wir die Kinder an Süßes gewöhnen um so eher wird der Zuckerkonsum zur täglichen Gewohnheit und größere Mengen Zucker sind einfach ungesund.
„Um Allergien vorzubeugen sollte die Beikost möglichst spät eingeführt werden“
Diese Aussage hört man zum Glück nicht mehr oft denn sie ist falsch. Das Gegenteil ist richtig: das frühe Einführen vielfältiger Nahrungsmittel hat sogar einen gewissen schützenden Effekt.
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